Grüner Tee Japan
Japan ist nach China bekannt für eine der ältesten Teekulturen weltweit. So
sollen buddhistische Mönche im 6.-9. Jahrhundert Tee aus China mit auf das
japanische Inselreich gebracht und kultiviert haben. Der Genuss des Tees war zu
dieser Zeit in Japan ausschließlich dem kaiserlichen Hof vorbehalten und wurde
erst ab dem 16. Jahrhundert dem Volk zugänglich gemacht. Bis heute wird auf der
Hauptinsel Honshu, sowie auf den benachbarten Inseln von Japan fast
ausschließlich grüner Tee in vielen Variationen angebaut. Die Haupterntezeiten
liegen zwischen April und September.
Bei der Herstellung werden auch hier, charakteristisch für den grünen Tee, die
Blattenzyme durch Erhitzen deaktiviert. Anders als in China, wird in Japan die
Fermentation durch die Behandlung mit Wasserdampf verhindert. Das frisch
geerntete Blattgut wird sofort nach Anlieferung in den Verarbeitungsstätten mit
Wasserdampf behandelt und anschließend durch Gebläse mit heißer Luft getrocknet.
So wird eine Restfeuchtigkeit von zirka 5% erreicht und die typische grüne Farbe
des Tee fixiert. Ein anschließendes Rollen des getrockneten Blattgutes,
maschinell oder auch per Hand, bricht die Zellwände und gibt dem grünen Tee aus
Japan seine meist nadelartige Form.
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Grüner Tee Japan SenchaDie bekannteste Grünteesorte aus Japan ist mit Abstand der Sencha Tee. Dieser Tee ist in Japan wohl der beliebteste und dort in fast jedem Haushalt zu finden. Angebaut wird Sencha auf Feldern, oder an den Gebirgshängen des Fudschijamas mit voller Sonneneinstrahlung. Weiterhin ist beim Grüntee Sencha die Erntezeit ausschlaggebend für den späteren Geschmack. Die Ernte im April verspricht einen hohen Anteil an Vitaminen und einen süßlichen Geschmack, eine späte Ernte hingegen einen stärkeren Geschmack mit weniger Aroma. Weitere besondere Sorten aus Japan sind die Schattentees, wie der Goykuro. Hier wird der unter Laubbäumen wachsende Teestrauch zwei Wochen vor der Ernte mit Bambusmatten abgedeckt und entwickelt dadurch weniger Gerbstoffe, aber einen höheren Koffeingehalt. Sencha ist geschmackvoll und kräftig |
Grüner Tee Banschatee, Matchatee, TenchateeTradition hat auch der Banschatee, der in Japan als Alltagstee gern zum Essen gewählt wird. Durch die Ernte der unteren Teeblätter hat diese Teesorte bis zu 70% weniger Koffein, aber ist dafür reich an Mineralstoffen. Den Matchatee, der ausschließlich in Japan produziert wird, könnte man auch als Grünteeextrakt bezeichnen. Für die Zubereitung des in Granitsteinmühlen fein zermahlenen Tenchatees benötigt man lediglich 1-2 Gramm auf 100 ml heißen Wasser. Hier ist allerdings ein frischer Verzehr des Matcha für die Qualität ausschlaggebend. Der in Vakuumdosen verpackte Tee sollte nach Öffnung im Kühlschrank oder Eisfach aufbewahrt werden, um dessen frische nicht zu Beeinträchtigen. |
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Grüner Tee ist durch seinen Fassettenreichtum und die
unterschiedlichen Anbaugebiete unvergleichlich im Geschmack.
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