Tee und seine Geschichte
Der Fassettenreichtum des Tee entwickelte sich über Jahrhunderte von Jahren und zählt heute zu den ältesten Kulturgütern der Welt. Teetrinker wissen um die zahlreichen Geschmacksrichtungen dieses alt bekannten Blattgutes und verkörpern somit ein Stück Lebenskultur und Tradition. Die Aktivierung aller Sinnesorgane ist beim genießen einer Tasse Tee unumgänglich, um die zahlreichen Fassetten dieses Aufgussgetränkes wahrnehmen zu können. Von duftend-blumig bis hin zu herb-erfrischend ist der Genus von Tee natürlich vom individuellen und persönlichen Geschmack abhängig. Die Wirkung von Tee jedoch, ist bis Heute unumstritten und reicht weit über die Bedeutung als durstlöschendes Heißgetränk hinaus.
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Die Legende des TeeEiner Legende nach soll der chinesische Kaiser Chen Nung bei einer Rast auf seinen Reisen den Tee entdeckt haben. Verweilend mit einer Schale heißen Wassers unter einem Baum, soll der Überlieferung zu Folge ein Blatt dieses Baumes in die Schale gefallen sein. Nach einiger Zeit vernahm der Kaiser einen wohlriechenden Duft der ihn zum kosten des Wassers bewegte. Dieses wohlschmeckende Köstlichkeit veranlasste ihn die Blätter des Baumes stetig zu seinem Trinkwasser hinzufügen. So geht man davon aus, dass die Wiege des Tee in China liegt und von dort aus seinen Weg in die ganze Welt fand. Eine große Auswahl an verschiedenen exklusiven Teesorten finden Sie hier! |
Der Siegeszug des TeeErstmals schriftlich Überliefert ist die Verwendung der Teepflanze als
Arznei- und Heilmittel zu Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christi in der
chinesischen Literatur. Der Siegeszug des Tee begann zirka 500 nach Christi durch buddhistische Mönche
die ihn mit nach Japan brachten. Angebaut in den Gärten der Zen-Kloster entstand
hier auch die Teezeremonie. Im Jahr 621 wurde der Buddhismus in Japan zur
Staatsreligion und der grüne Tee zum Nationalgetränk. Um 1600 gelangte der Tee
durch die berühmte holländische Ost-Indische Compagnie über Amsterdam nach
Europa. So soll der Begriff „Orange“ in den Teebezeichnungen von den Holländern
eingebracht worden sein. „Orange“ ist eine Ableitung von „Oranje“ und zum
Beispiel in der Bezeichnung FOP ( Flowery Orange Pekoe) wieder zu finden. |
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Im 1700 Jahrhundert fand schließlich der Tee auch den Weg über Holland nach Deutschland. Hier eher nur an den nördlichen Küsten bekannt, entwickelten die ostfriesischen Bewohner sogar eine eigene Teekultur. Der Teegenuss verbreitete sich schlussendlich auf das ganze Land. Durch Gründung einer eigenen Ost-Indischen Compagnie der Engländer im Jahre 1669 übernahmen diese das Festmonopol für den Teeimport und konnte somit das Handelsmonopol zwischen Holland und China auflösen. Aber auch hier stand das Problem der langen und teuren Beschaffungswege welche die Qualität des Tee stark minderten. Um auch die Abhängigkeit von China zu unterbinden entschloss man sich Tee im eigenen Land Anzubauen. Diese Versuche scheiteten jedoch am rauen Klima der Insel und die Pflanzversuche wurden auf indische Kolonien verlegt. Hier blieb allerdings der erhoffte Erfolg ebenfalls aus, bis 1823 wild wachsende Teesträucher in Indien entdeckt wurden. So wurde Mitte des 18. Jahrhunderts der erstmalige Transport von Tee aus Indien in die englische Heimat möglich. Tee als solches galt zu dieser Zeit als ein fast unbezahlbares Genussmittel. Hohe Transportkosten, die durch lange Seewege von den Anbaugebieten zu den Zielorten entstanden, wurden beim Verkauf mit umgelegt. Durch die Freigabe der Schifffahrt auf dem Suezkanals im Jahre 1869, reduzierten sich die Kosten durch kürzere Transportwege enorm und Tee wurde so erschwinglicher und gelangte somit in weitere Teile der Welt.
Überliefert ist auch der erste Transport von Tee auf dem Landweg. So sollen Handelskaravanen im 1600 Jahrhundert den Tee quer durch die Mongolei nach
Russland gebracht haben. Diesem Tee wurde eine bessere Qualität nachgesagt, da
er nicht der hohen Feuchtigkeit die bei der Schifffahrt auftritt ausgesetzt war.
Zu dem entstand in Russland einer der vielen Bekannten Teezeremonien. Hier wird
seit 1730 bis heute traditionsgerecht der Tee im Samowar zubereitet.
Teetransport heute
In der heutigen modernen Zeit ist
der Transport von Tee durchaus einfacher
und ohne Beeinträchtigung der Qualität möglich. Moderne Handelsschiffe, der
Transport über Land mit Bahn und Lkw-Verkehr oder die Verbringung mittels
Flugzeug ermöglichen so einen Transport in alle Teile der Welt. Durch
geruchsichere Verpackung und schnelle Verbringung ist eine Höchstqualität des
Tee gewährleistet und der Endverbraucher kann sich so einer geschmackvollen
Tasse Tee erfreuen. Einer der bekanntesten Teesorten der modernen Zeit ist wohl
der Flugtee. Via Flugzeug befördert ist dieser in der Regel nicht älter wie eine
Woche und somit herstellungsfrisch.
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